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10. Januar

Das finstere Tal

Vor einigen Jahren gab es einen Film mit dem Titel „Das finstere Tal“ der im Südtiroler Schnalstal spielte, ein Film mit eben diesem Titel könnte auch am Weissensee-Ostufer spielen denn finster ist es dort jetzt auch. Die Sonne hat man dort schon seit Wochen nicht mehr gesehen und es wird auch noch einige Wochen dauern bis man sie dort wieder sieht. Das Seeufer liegt dort jetzt auch in Mittagsstunden im Schatten der Laka und man muss schon lange suchen bis man einen Ort gefunden hat an dem für einige Minuten ein paar Sonnenstrahlen genießen kann. Ein sonniges Strandbad an diesem Platz erscheint einem jetzt unvorstellbar.

Aber dieses Schattendasein des östl. Seeteiles hat auch eine positive Seite. Dort sieht man jetzt, soweit das Auge reicht, nur wunderbares „schwarzes“ Spiegeleis. Das reinste Paradies für alle Eisläufer! Es wird sicher nur noch wenige Tage dauern, wenn das Wetter bleibt wie es ist, dann werden hier die Eisläufer auf ihren schnellen Kufen unterwegs sein. Das Wetter sollte jetzt nur ja keinen Schnee bringen, denn dann wär das schöne Eis für die Eisläufer verloren.

Der Rückweg führte für uns entlang des Seeufers auf dem Nordufer-Wanderweg zurück in Richtung Ronacherfels. Der Weg hat jetzt einen neuen Namen bekommen, jetzt ist ein „Slow-Trail“. Da fragt man sich was soll sich ein Gast denn darunter vorstellen. Ohne Anglizismen geht es offensichtlich selbst beim Wandern oder Spazieren gehen nicht mehr.

Auf dem Rückweg führte uns vorbei am neu gestalteten Rastplatz von dem aus man einen wunderbaren Blick über den eisigen See hat.

Wer zu oft Rast macht dem dreht die Natur das Licht aus, so ging es fast auch uns. Wir sind aber gerade noch rechtzeitig gekommen um, gemeinsam mit einigen Eisläufern, einen tollen Sonnenuntergang an der Seebrücke zu erleben.

Beim Blick zurück in Richtung Osten zeigte sich gerade der Mond über den Bergen.

Wir werden beobachten wie es mit dem Eis weitergeht und wünschen uns und allen Anderen noch ein paar frostige Nächte!

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