29. Mai
Kaum zu glauben!
Gäste die in den vergangenen Tagen einen Spaziergang am See unternommen haben und dabei die Blumenwiesen bewundert haben können kaum glauben das es hier vor zwei Wochen noch geschneit hat. Leider wird die Blumenpracht auf den Wiesen in den nächsten Tagen wohl ein Ende finden denn die Weissenseer Bauern werden mit ihren Traktoren zur ersten Mahd ausrücken. Sie hoffen dass das gute Wetter noch ein wenig anhält und sie die Heuernte trocken einbringen können.
Wir sind am Mittwoch in aller Frühe zu einer Tour auf den Weissenseer Hausberg, den Golz, gestartet.
Mit dem Bike ging es, lange vor Betriebsbeginn der Bergbahn von Naggl hinauf zur Naggler Alm und von dort weiter zur Jadersdorfer Alm. Auch dort oben auf über 1500m Höhe ist vom Wintereinbruch nichts mehr zu sehen, auch dort blühen die Blumen.
An der Kohlröselhütte vorbei führt unsere Fahrt weiter hinauf zur Ochsenalm auf ca. 1700m Höhe.
Von dort fahren wir wenige hundert Meter um die Sattelköpfe herum zum Einstieg in den Steig hinauf zum Gipfel.
Oben, wenige Meter über 2000m Höhe angekommen, stellen wir fest das der „Gipfel“ ein sanfter, runder mit Gras bewachsener Buckel ist. Beim Blick nach Westen reicht der Blick vom Reißkofel über den Großboden bis hinunter zum Weissensee.
Nach Osten blickt man über die Radniger Alm und die Möschacher Alm zum schroffen Spitzegel und Vellacher Egel.
Ohne große Pausen dauert die Tour bis auf den Gipfel ca. 3 Stunden, so waren wir nach der Abfahrt mit dem Bike bereits zum Mittagessen wieder am See. Wer nicht mit dem Bike fahren will, dem ist zu empfehlen zunächst eine Wanderung zur Kohlröselhütte zu unternehmen um dort zu übernachten und auf der Terrasse bei einem Glas Wein oder Bier den Sonnenuntergang zu genießen und nach einem Frühstück am Morgen zum Golz aufzusteigen. Wer nicht, wie wir, mit dem Bike unterwegs ist der kann vom Golzgipfel auch in Richtung Radniger Alm und weiter zur Bodenalm hinunter zum See nach Naggl.
Es ist eine wirklich lohnende Tour, noch herrschen keine hochsommerlichen Temperaturen von über 30°C und man erspart sich so manchen Tropfen Schweiß.
Wir wünschen allen weiterhin schöne Tage am See viel Spaß bei einer Bergwanderung!
Leave a reply25. Mai
Kirchtag am Weissensee
Am Pfingstsonntag findet traditionell der Kirchtag am Weissensee statt, so auch in diesem Jahr.
Bereits am Samstag wurde von den Zechburschen der Festbaum aufgestellt und wurde in der Nacht zum Sonntag am Lagerfeuer auch von ihnen bewacht um einen Diebstahl des Baumes von Burschen aus den Nachbardörfern zu verhindern. Natürlich ist die Baumwache auch eine wunderbare Gelegenheit gemeinsam ausgiebig bis in den Morgen zu feiern.
Als am Sonntagmorgen die Sonne über den See aufging kündigte sich ein herrlicher Frühsommertag an.
Bereits vor Sonnenaufgang hatten sich in Oberdorf die Musiker der Trachtenkapelle zum „Weckruf“ versammelt. Von Oberdorf aus führt ihr Marsch mit Musik bis nach Neusach, immer wieder unterbrochen von Pausen an den zahlreichen „Labestationen“. Von Neusach geht es dann am Vormittag mit dem Floß zurück nach Techendorf um dort am Gottesdienst teilzunehmen.
Nach dem Gottesdienst ging es mit Musik über die Seebrücke hinüber auf die Schattseite zum Festgelände.
Dort warteten bereits zahlreiche Fieranten mit ihrem breiten Angebot an Waren auf die Gäste. Angeboten wurden dort all jene Dinge die man ganz dringend oder auch gar nicht benötigt, angeboten werden dort Bekleidung, Cremes und Salben, Getränke, Süßigkeiten und natürlich auch Spielsachen für die Kinder und vieles mehr.
In den bis auf den letzten Platz gefüllten Biergärten wird dann gemeinsam bei Musik gefeiert.
Mit einer langen Nacht bei der Baumwache und dem morgendlichen Weckruf der Trachtenkapelle wird die Kondition so mancher Burschen auf eine harte Probe gestellt, dabei werden die Bierkrüge wohl von Stunde zu Stunde immer etwas kleiner.
Am Abend findet dann noch mit Musik und Tanz der Kirchtag 2026 seinen Abschluss.
Wir hoffen das alle ihren Spaß hatten, den Zechburschen und Musikern wünsche wir gute Erholung!
Bis zum nächsten Kirchtag 2027!
Leave a reply21. Mai
Downhill
Schnee gibt es nur noch auf den hohen Bergen! Auf der Naggler Alm ist er inzwischen verschwunden und die Liegestühle für ein Sonnenbad stehen bereit. Die Fischer benötigen ihren Regenschirm jetzt bei herrlichem Sonnenschein auch nicht mehr.
Jetzt herrschen, nach einer kurzen Schlechtwetterphase, wieder blauer Himmel und Sonnenschein mit den satten Farben des Frühlings und fast schon sommerlichen Temperaturen am See.
Mit den Folgen des schlechten Wetters hatten die Teilnehmer des ersten „UCI-Downhill“ Wettbewerbes zu kämpfen. Von der Bergstation auf der Naggler Alm führte am vergangenen Wochenende die feuchte, aufgeweichte Strecke hinunter zur Talstation der Bergbahn. Am schnellsten raste Andi Kolb den Berg herunter und gewann den Wettbewerb. Gratulation!
Am Pfingstsonntag wird die Gemeinde wieder in aller Frühe vom Weckruf der Trachtenkapelle aus dem Schlaf gerissen, denn der Weissensee feiert, wie in jedem Jahr, seinen Kirchtag.
Wir wünschen allen einen schönen Kirchtag mit viel Spaß und guter Laune!
Leave a reply15. Mai
Ende der Schonzeit
Der 10. Mai war der Tag auf den die zahlreichen Fischer lange gewartet haben, an diesem Tag endete die Schonzeit für Renke, Hecht, Barsch und Zander. Auch die Forellen gehören zur begehrten Beute der Fischer. Eine besondere Forelle ließ es wohl an der jetzt wieder gebotenen Vorsicht fehlen, sie bemerkte wohl nicht das der Köder eines Gastfischers einen Haken hatte und so gelang dem Fischer der Fang einer Seeforelle mit einer Länge von 74cm und einem Gewicht von ca. 6kg. Wir gratulieren: Petri Heil!
Nicht alle Fischer konnten sich über einen solchen Fang freuen aber die herrlich ruhigen Bedingungen auf dem See entschädigen doch oftmals für den fehlenden Fangerfolg. Leider war das Wetter nicht immer optimal in dieser Woche, es gab Regen und auch Schnee mitten im Wonnemonat Mai. Die „Eisheiligen“ und die „kalte Sophie“ machten ihrem Namen alle Ehre. Für die Natur aber waren die Niederschläge nach einer langen Trockenperiode sehr wichtig.
Für alle Schlechtwettertage haben die Schülerinnen der Weissenseeer Schule einen Tipp! Sie haben die seit Jahren nicht mehr genutzten Telefonzellen am See in hübsche, bunte Bücherzellen verwandelt.
Ihr Rat lautet: Lesen, statt sich übers Wetter zu ärgern!
Also immer ein Buch mit in den Urlaub nehmen, dann gibt es kein schlechtes Wetter mehr.
Es scheint übrigens an der Weissenseeer Schule keine Jungen mehr zu geben denn dieses Projekt wurde wohl ausschließlich von Mädchen durchgeführt…
Wir wünschen allen viele schöne Tage am See und den Fischern wünschen wir viele 74-er Seeforellen!
Leave a reply09. Mai
Ein Freitag im Mai
bei einem Blick aus dem Fenster um 07:00 am Freitagmorgen sah man ein tristes Grau, über dem See lag eine dichte Nebeldecke.
In diesen Tagen geht die Sonne am See um ca. 08:00 auf, der Sonnenaufgang wurde aber von der Nebeldecke völlig verschluckt.
Aber die Sonne hat bereits Kraft, sie benötigte nur eine Stunde um die Nebeldecke über dem See aufzulösen. Um 09:00 spiegelte sich die Sonne bereits im See und nur noch einige dünne Nebelschwaden an den Berghängen waren zu entdecken und auch sie waren wenig später beim Blick über den See nicht mehr zu sehen.
An den Ufern des Sees herrschte am Vormittag noch Ruhe, die Uferwiesen spiegelten sich im See und an den zahlreichen Badestegen war noch niemand zu entdecken. Bei einer Wassertemperatur von ca.14°C nicht wirklich verwunderlich.
In einigen Buchten entlang des Lakaufers hatten Wind und Strömung die Pollen der Fichtenblüte zusammengetrieben. Dieses Jahr ist wohl ein „Mastjahr“ bei der Fichtenblüte, in periodischen Abständen blühen die Fichten in solchen Jahren dann besonders intensiv. Die Pollen werden dann vom Wind in dichten Wolken über den See getragen. In wenigen Tagen werden die Pollen auf den Grund des Sees abgesunken sein und man kann im glasklaren Wasser des Sees wieder schwimmen oder bei einem Spaziergang entlang des Seeufers die intensiven Farben bewundern.
Wir hoffen das der Mai seinem Ruf als „Wonnemonat“ weiter gerecht wird und uns noch viele solcher Tage bringt.
Wir wünschen allen weiterhin schöne Tage am See!
03. Mai
Saisonbeginn am 01. Mai
Besser und schöner kann ein Start in die Saison kaum sein. Am Wochenende starteten die Bergbahn und die Schifffahrt in die Sommersaison 2026. Bei strahlenden Sonnenschein und fast schon sommerlichen Temperaturen jenseits der 20°C konnten zahlreiche Gäste am See den Saisonstart genießen.
Mit der Bergbahn oder dem Bike ging es hinauf zur Naggleralm um dort auf der Terrasse die ersten warmen Sonnenstrahlen dieser Sommersaison zu genießen.
Dort konnte man beim Blick nach Süden die Farben des Frühlings und im Hintergrund den Winter in den karnischen Bergen gleichzeitig genießen.
Auf den Almwiesen haben wir auch bereits die ersten Enziane entdeckt die mit ihrem intensiven Blau auf den noch trockenen, braunen Wiesen nicht zu übersehen sind.
Beim Abstieg von der Alm hinunter nach Naggl boten sich uns immer wieder tolle Ausblicke über den See.
Von den Wiesen oberhalb des Nagglerhofes kann man den Ausblick bis hinüber zum Dolomitenblick am Ostufer genießen.
Wir wünschen allen eine erste schöne Woche im Mai!
Leave a reply28. April
Der Mai im April
Der April hat wegen seines launischen Wetters ja einen schlechten Ruf. In diesem Jahr aber ist alles anders. Seit vielen Tagen herrscht bei uns wunderbares Frühlingswetter mit blauem Himmel und angenehmen Temperaturen. Niederschläge sind Mangelware, es herrscht inzwischen bereits Trockenheit. Viele der kleinen Bergbäche die zum See herunterführen sind jetzt, nach der Schneeschmelze in den Bergen, bereits ohne Wasser. Die Trockenheit hat im nahen Lesachtal bereits zu einem großen Waldbrand geführt. Für die Natur wäre Aprilwetter mit Regen jetzt dringend nötig!
Das schöne Wetter hat uns natürlich inspiriert etwas zu unternehmen und dabei einige Frühlingsimpressionen am See zu sammeln.
An der Bergstation der Bergbahn herrschte in der vergangenen Woche noch Ruhe und man konnte in aller Ruhe den Blick hinunter zum See genießen. Die Bergbahn nimmt am 1. Mai ihren Sommerbetrieb auf, dann geht es wieder bequem hinauf zur Naggler Alm.
Weiter oben bei der Kohlröselhütte wurde bei unserem Besuch noch gearbeitet, wie man sieht beschränkt sich die Arbeit eines Hüttenwirtes nicht nur auf die Bewirtung von Wanderern und Bikern. Auf einer Berghütte gibt es für den Hüttenwirt und seine Helfer immer etwas zu tun.
Oberhalb der Kohlröselhütte, auf der Sonnseite am Großboden auf über 1700m Höhe, konnten wir bereits die ersten dunkelblauen kleinen Enziane auf den Almwiesen entdecken.
Besucht haben wir in dieser Woche auch die Gajacher Alm, dort auf der Schattseite von Plenteliz und Hochtraten auf ca. 1500m Höhe hoch über dem Drautal gab es noch keine Blumen zu entdecken, nur ein erstes noch ganz zartes Grün leuchtete auf den Wiesen in der Sonne.
Ein untrügliches, jedes Jahr wiederkehrendes Zeichen das der Frühling vor der Tür steht ist das Frühjahrskonzert der Weissenseer Trachtenkappelle. Am Samstag wurde im voll besetzten Saal des Weissenseehauses aufgespielt. Es gab wie immer viel Applaus für die musikalischen Darbietungen der Kapelle.
Wir wünschen allen einen schönen 1. Mai !
Leave a reply23. März
Windstille?
Als Paradies für Segler oder Surfer war der Weissensee bisher eigentlich nicht bekannt denn es herrschte oftmals Flaute am See. Nur wenn im Sommer Gewitter aufzogen gab es genügend Wind für die Wassersportler. Da hat sich, so scheint es, wohl durch den Klimawandel verursacht, etwas geändert, denn mit schöner Regelmäßigkeit entwickelt sich in den Mittagsstunden jetzt oft eine frische Brise am See die bis in die Abendstunden anhält. Die windstillen Tage sind selten geworden. So werden wir dank Klimawandel vielleicht doch noch zum Paradies für Segler und Surfer.
Der frische Wind kann aber den Frühling nicht aufhalten. Wir waren bei sonnigem aber kühlem Wetter rund um den See unterwegs um dabei einige Frühlingsimpressionen einzufangen. Von der Alm über den Tröbelsberg bis nach Naggl, überall finden sich die bunten Frühlingsboten. Am Tröbelsberg, hoch über dem Drautal, genießt das Vieh bereits die wärmenden Sonnenstrahlen und den tollen Ausblick.
Wie immer sorgt die tief stehende Sonne am Abend auch in diesen Tagen für eine ganz besondere Stimmung.
Wir wünschen allen am See ein schönes, hoffentlich windstilles Wochenende!
Leave a reply17. April
Jetzt wird es bunt!
Jetzt, Mitte April, setzt sich langsam aber sicher der Frühling durch, die Wiesen am Seeufer wechseln die Farbe von Braun nach Grün und auch die Bäume und Sträucher treiben die ersten grünen Triebe und Blätter aus.
Die Sonne ließ in den vergangenen Tagen die Farben des Sees intensiv leuchten.
Am Seeufer sind jetzt die charakteristischen Rufe der prächtig bunten Haubentaucher zu hören die jetzt mit der Balz beginnen.
Wer in Naggl hinauf steigt zur Hoffnungskirche um den Ausblick über den See zu genießen der kann dort auch die ersten blühenden Obstbäume entdecken.
Wer bei strahlendem Frühlingswetter eine Wanderung hinauf zur Alm hinterm Brunn unternimmt der wird dort keinen Schnee mehr finden und auch oberhalb der Alm scheint der Schnee jetzt endgültig verschwunden zu sein.
Nur der kompakte Maschinenschnee auf den Schipisten der Naggleralm und am Nöckl widersteht bisher der Kraft der Sonne!
Am Abend lässt die Sonne das Neusacher Ufer des Sees mit seinen Farben noch einmal besonders intensiv erscheinen.
Wir wünschen allen ein schönes Wochenende!
Leave a reply10. April
Testosteron,
zu viel von diesem Hormon im Blut hat auf der Welt schon viel Unheil und Unglück angerichtet.
Gestern ist uns nun jemand begegnet der ganz sicher reichlich Testosteron im Blut hatte.
In den Wäldern rund um den See gibt es noch, die anderswo bereits sehr selten gewordenen, Auerhähne.
Seit Jahren schon versuchen wir Fotos von Auerhähnen während der Balz zu machen, bisher waren wir dabei fast immer erfolglos, gestern nun trafen wir auf ein offensichtlich von Testostron bis in die Schnabelspitze berauschtes Exemplar.
Nach herrlichen Frühlingstagen starteten wir gestern zu einer Tour um die Alm hinterm Brunn zu besuchen und von dort sollte es weiter hinauf zur Gajacher Alm gehen.
Die Alm hinterm Brunn war bereits schneefrei aber noch geschlossen. Dort gibt es noch kleinere Bauarbeiten. Die Alm wird aber pünktlich zum Saisonbeginn öffnen.
Bei unserer Fahrt weiter hinauf zur Gajacher Alm wurden wir aber auf der Höhe vom Schnee gestoppt, es ging nicht weiter.
Bei unserer Ankunft dort oben wurden wir aber bereits beobachtet und laut und vernehmlich begrüßt.
Nur ca. 5m von uns entfernt lief oberhalb des Weges ein aufgeregter Auerhahn auf und ab.
Da eine Henne weit und breit nicht in Sicht war waren wir sein Objekt der Begierde.
Mit aufgefächerten Schwanzfedern und ausgebreiteten Flügel begann er zu uns herab zu steigen.
Von Scheu keine Spur, interessiert schaute er aus nächster Nähe in die Kamera.
Als wir uns schließlich entfernten folgte er uns bis zu den Rädern.
Wir glaubten bisher das Auerhähne eigentlich schwarz sind aber wir haben gestern festgestellt das sie farbenprächtig sind. Das Gefieder schimmert und leuchtet in allen erdenklichen Farben.
Wir hoffen das der Vogel seinen Testosteronanfall gut übersteht und nicht als „Wandschmuck“ und Staubfänger im Wohnzimmer eines Jagers endet.
Wir wünschen dem Vogel viel Glück!
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