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10. April

Testosteron,
zu viel von diesem Hormon im Blut hat auf der Welt schon viel Unheil und Unglück angerichtet.
Gestern ist uns nun jemand begegnet der ganz sicher reichlich Testosteron im Blut hatte.
In den Wäldern rund um den See gibt es noch, die anderswo bereits sehr selten gewordenen, Auerhähne.
Seit Jahren schon versuchen wir Fotos von Auerhähnen während der Balz zu machen, bisher waren wir dabei fast immer erfolglos, gestern nun trafen wir auf ein offensichtlich von Testostron bis in die Schnabelspitze berauschtes Exemplar.
Nach herrlichen Frühlingstagen starteten wir gestern zu einer Tour um die Alm hinterm Brunn zu besuchen und von dort sollte es weiter hinauf zur Gajacher Alm gehen.
Die Alm hinterm Brunn war bereits schneefrei aber noch geschlossen. Dort gibt es noch kleinere Bauarbeiten. Die Alm wird aber pünktlich zum Saisonbeginn öffnen.
Bei unserer Fahrt weiter hinauf zur Gajacher Alm wurden wir aber auf der Höhe vom Schnee gestoppt, es ging nicht weiter.
Bei unserer Ankunft dort oben wurden wir aber bereits beobachtet und laut und vernehmlich begrüßt.
Nur ca. 5m von uns entfernt lief oberhalb des Weges ein aufgeregter Auerhahn auf und ab.
Da eine Henne weit und breit nicht in Sicht war waren wir sein Objekt der Begierde.
Mit aufgefächerten Schwanzfedern und ausgebreiteten Flügel begann er zu uns herab zu steigen.
Von Scheu keine Spur, interessiert schaute er aus nächster Nähe in die Kamera.
Als wir uns schließlich entfernten folgte er uns bis zu den Rädern.
Wir glaubten bisher das Auerhähne eigentlich schwarz sind aber wir haben gestern festgestellt das sie farbenprächtig sind. Das Gefieder schimmert und leuchtet in allen erdenklichen Farben.
Wir hoffen das der Vogel seinen Testosteronanfall gut übersteht und nicht als „Wandschmuck“ und Staubfänger im Wohnzimmer eines Jagers endet.

Wir wünschen dem Vogel viel Glück!

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