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19. Juni

Seerunde

Am 10. August des vergangenen Jahres tobte über dem Weissensee für ca. 10min. ein Gewittersturm und zog eine Schneise der Verwüstung über den See. Die Aufarbeitung dieser Sturmschäden dauert bis zum heutigen Tage an und wird wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Dort wo die Waldarbeiten stattfinden kommt es immer wieder zu Wegsperrungen. So ist z. Zt. der Weg am Hochtratten von einer Seilbahn zur Holzbringung kpl. blockiert und unpassierbar für Wanderer und Mountainbiker. Auch auf dem Sonnseitnenweg arbeitet eine Seilbahn um Schadholz zu bergen. Auch dieser Weg ist also für Wanderer und Mountainbiker gesperrt. Damit steht also diese Verbindung zum Ostufer nicht zur Verfügung und die beliebte Seerunde für Mountainbiker scheint nicht möglich. Wir haben nach einer Alternative gesucht.

Von der Seebrücke in Techendorf sind wir in Richtung Naggl gestartet. Unser erstes Etappenziel war die Bodenalm, nach einem kurzen aber knackigen Anstieg wurden wir dort von Michaela, der Almwirtin, begrüsst. Von hier aus führte unser Weg, stetig leicht bergab, vorbei an der Fischeralm zur Strasse in Stockenboi. Weiter bergab rollten wir auf der Strasse bis zum Gasthof Weissenbacher, dort hiess es „links abbiegen“ um dem Weg entlang des Weissenbaches zu folgen. Kurz nach dem Kraftwerk des Mösslacherhofes überquerten wir die Strasse um dem markierten Weg bis zum Silbergraben zu folgen. Kurz nach dem überqueren der Strasse passiert man ein Gatter, nur wenige Meter hinter dem Gatter findet sich ein großer Quelltopf. Dort sprudelt kräftig kristallklares kühles Wasser aus der Erde, ein idealer Rastplatz um sich zu erfrischen.

Vom Silbergraben aus ging es zunächst hinauf auf dem Weg in Richtung Techendorfer Alm. Es hieß jetzt nach einer langen bergab Passage wieder kräftiger in die Pedale zu treten. In der dritten Kehre der Auffahrt bogen wir ab in Richtung „Alm hinterm Brunn“. Durch einen grossen Graben führte der Weg stetig bergauf und bergab in Richtung Westen. Im weiteren Verlauf ist der Weg dann von einer Seilbahn blockiert. Bevor wir aber die Seilbahn erreichten bogen wir bei einem Verbotsschild ab, auf einen für Radler verbotenen Weg. Wir folgten dem Weg bergab in Richtung „Ronacherfels“. Kurz vor Erreichen des Seeufers endete Weg und wir folgten einem nicht fahrbaren steilen Pfad hinunter zum Ufer. Hier hiess es für 10-15 min. „schieben“. Am Seeufer ging es dann bequem zurück zu unserem Ausgangspunkt in Techendorf.

Eine improvisierte „Seerunde“ ist also möglich, allerdings nur als „Einbahn“ von Techendorf in Richtung Naggl, in der entgegengesetzten Richtung würde man bereits kurz nach dem Anstieg zur „Alm hinterm Brunn“ auf die den Weg versperrende Seilbahn treffen.

Wir wünschen viel Spaß auf der „Seerunde“!

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    15. Juni

    Wenn der Nebel sich lichtet
    In den vergangenen Tagen lag am frühen Morgen oftmals dichter Nebel über dem See der immer eine ganz besondere Atmosphäre schafft. Es bedurfte dann immer erst einmal einiger Sonnenstrahlen um Lücken in die Nebeldecke zu reissen. Aber dann löste sich der Nebel doch recht schnell auf und bei angenehmen Temperaturen lag ein zumeist sonniger Tag am See vor uns. Genau die richtigen Tage also um gleich am frühen Morgen, wenn das Tal noch unter einer Nebeldecke verborgen liegt, eine Mountainbiketour in die bereits sonnigen Höhen der Jadersdorfer Alm zu unternehmen. Am Nachmittag dann, wenn vom Nebel nichts mehr zu sehen ist, steht dann See-Genuss auf dem Programm, sei es aktiv beim Stand-Up Paddeln einer Tour mit dem Ruderboot oder sei in einer der zahlreichen Blumenwiesen am See liegend ganz einfach den Haubentauchern bei ihrem Treiben zuzuschauen und dabei die Seele baumeln zu lassen.

    Wir wünschen allen ein schönes Wochenende !

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      11. Juni

      Almauftrieb – Teil 2

      Am frühen Samstagmorgen zogen noch die letzten Nebelschwaden aus dem Silbergraben kommend über die Alm als die Weissenseer Bauern mit ihren Pferden von der Alm hinterm Brunn kommend auf der Stosia eintrafen. Ein langer und teilweiser steiler Weg lag hinter ihnen und ihren Tieren. Der Schweiß floss in Strömen, bei Mensch und Tier. Zum Abschluß ihres Marsches lag jetzt noch der Abstieg hinunter zur Almhütte der Techendorfer Alm vor ihnen. Bei ihrer Ankunft wurden sie von August, dem Almhalter, begrüßt. Er wird während des Almsommers über das Wohl der ihm anvertrauten Tiere wachen. Er wird jeden Tag nach den Tieren schauen. Da die Tiere auf dem weitläufigen Almgelände verstreut weiden heißt es für ihn jeden Tag von der Almhütte in 1570m Höhe aufsteigen bis in eine Höhe von fast 2000m um nach den Tieren zu schauen, da ist er einige Stunden unterwegs. Dann ist er natürlich zusammen mit seiner Schwester auch noch für die Betreung der Wanderer und Mountainbiker zuständig die den Weg hinauf zur Alm gefunden haben und dort mit Getränken und einer Jause oder einem leckeren Kaiserschmarren bestens versorgt werden. Einen geruhsamen Tag hat der August als Almhalter auf der Techendorfer Alm also nicht. Also wirklich kein Leben für meditierende Aussteiger! Diese Besetzung gab es dort auch schon einmal, aber sie haben nach einem Almsommer das Handtuch geworfen.
      Bei der Ankunft auf der Alm wunderte man sich dass das Vieh noch nicht auf der Alm eingetroffen war. Ein Telefonat schaffte Klarheit! Für das Vieh ist Weg von Techendorf bis zur Alm hinauf viel zu anstrengend, das Vieh kommt also in den Genuss einer Taxifahrt. Mit Traktoren wird es auf Anhängern ganz bequem auf die Alm gefahren. Aber diesmal gab es ein Problem! Auf dem Weg hinauf vom Ostufer zur Alm staute sich der Verkehr. Der Grund: Der Reifen des Viehanhängers vom Kreuzwirt war dem teilweise sehr groben Weg zum Opfer gefallen und hatte seine Luft verloren. Ein Reifenwechsel war nötig. Der aber erwies sich als nicht gar so einfach. Er gelang erst nach vielen Versuchen. Dabei zeigte sich das die Erfahrung der „Alten“ der Lösung eines Problems manchmal im Wege stehen kann. Erst als die „Alten“ entnervt aufgaben und die jungen Leut anpackten war der neue Reifen blitzschnell montiert und die Fahrt konnte fortgesetzt werden. Damit konnte dann endlich auch für die Vieh-Taxigäste der Almsommer beginnen.

      Wir wünschen dem August, seiner Schwester und ihren hoffentlich zahlreichen Gästen und natürlich auch dem Vieh und den Pferden einen schönen Sommer auf der Techendorfer Alm!

      Wir werden sie sicher demnächst einmal besuchen!

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        10. Juni

        Almauftrieb – Teil 1

        In den ersten Juniwochen erfolgt am Weissensee der Almauftrieb. Dann beginnt für Kühe, das Jungvieh und die Pferde für ca. 3 Monate der Almsommer, für sie wohl die schönste Zeit des Jahres. Die Naggler Alm, die Alm hinterm Brunn und die Techendorfer Alm sind bewirtschaftet, wer die Mößlacher Alm oder die Neusacher Alm besucht muss seine Jause selbst mitbringen. Am Freitag und Samstag erfolgte der Almauftrieb auf die höchstgelegene bewirtschaftete Alm am See, die Techendorfer Alm.

        Am Freitag gehörte die Seebrücke für kurze Zeit den Pferden der Techendorfer Bauern, denn von hier starteten sie zum diesjährigen Almauftrieb. Der Auftrieb für die Pferde erfogte in 2 Etappen. Am Freitag ging es zunächst recht schweißtreibend für Mensch und Tier hinauf zur Alm hinterm Brunn. Nach einer nächtlichen Ruhepause erfolgte dann am Samstagmorgen der Aufstieg zu Techendorfer Alm. Der Weg führte durch den Grundgraben hinauf zu Zihagas und Peloschen und von dort weiter zur Stosia. Es war am frühen Samstagmorgen nicht sehr sondern eigentlich eher etwas kühl, aber Schweiß floss bei Mensch und Tier in Strömen. Als endlich die Stosia erreicht war nutzten die Pferde jede Gelegenheit um sich abzukühlen. Ihre Begleiter hingegen verzichteten auf das Schlammbad. Vor den Tieren lag jetzt ihr „Sommerparadies“. Unter den Gipfeln von Almspitz, Latschur erstreckt sich die Techendorfer Alm von ca. 1500m Höhe bis hinauf auf etwa 2000m Höhe. Die Pferde bevorzugen während des Sommers die höheren Lagen der Alm auf der Stosia. Bevor sie allerdings ihre Freiheit genießen können lag für sie noch der Abstieg hinunter zur Almhütte vor ihnen.
        Dazu mehr in Teil-2

        Wir wünschen den Tieren einen guten Almsommer auf das alle im Herbst gesund zum See zurückkehren!

        Katastrophe: Sorry! Jetzt haben wir in unserer Aufzählung der Almen doch glatt die Bodenalm, die Fischeralm, die Jadersdorfer Alm und die Gajacher und Waisacher Alm sowie auch die Kohlröselhütte vergessen und alle sind bewirtschaftet. So viele Almen, kein Wunder das man da den Überblick verliert.

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          06. Juni

          Von den Dreitausendern zurück auf 930m Seehöhe

          Der Mensch ist ja von Natur aus neugierig und möchte immer wieder einmal etwas Neues entdecken. Auch wir haben für einige Tage den See hinter uns gelassen um neue Eindrücke zu sammeln. Mit dem Mountainbike und zu Fuß haben wir uns aufgemacht in höhere Sphären. Es hat uns in die Welt der Dreitausender gezogen. Am See und rundherum ragen die höchstens Gipfel bis max. ca. 2500m empor, unser Ziel war unter anderem die Welt der „Hohen Weiße“ des „Großen Schrottners“ und des „Rotecks“ allesamt Gipfel mit weit mehr als 3000m Höhe.
          So weit wie möglich ging es dabei mit dem Mountainbike durch manchmal liebliche Wiesen und vorbei an ebenso lieblichen Bergbächen. Aber irgendwann bei ca. 2300m endeten die fahrbaren Wege und der Fußmarsch bergauf begann. Die (Berg) Ziegen waren schon vor uns da und genossen das Panorama. Urige alte Almhütten, nur zu Fuß zu erreichen, lagen am Wegesrand. In der Stube in die alten Rußgeschwärzten Balken geschnitzte Inschriften aus dem Jahre 1892. Weiter oben regiert auch im Juni vor der herrlichen Kulisse der Dreitausender noch fast der Winter. Zu queren der steilen Schneefelder sollte man Steigeisen im Rucksack haben.

          Aber so schön die Kulisse dort oben auch auch sein mag, gleich nach der Rückkehr gings es am Mittwochmorgen noch vor Sonnenaufgang hinaus auf den See um die Stimmung zu genießen. Auch einige Fischer hatte es zu dieser frühen Stunde bereits auf den See hinaus gezogen um die einzigartige ruhige Stimmung zu genießen.

          Randbemerkung: In der dortigen Regionalzeitung konnten wir lesen das dort von den Gemeinden jetzt Wanderwege für die Mountainbiker gesperrt werden um die zunehmenden Konflikte zwischen Wanderern und Bikern zu vermeiden.

          Wir wünschen allen eine schöne Woche auch 930m Seehöhe und drumhereum!

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            29. Mai

            Aufwartn

            In den vergangenen Tagen gab es ein erstes kulinarisches Highlight in diesem Jahr, es wurde den Gästen am See „aufgewartet“. Seit Mittwoch wurde bei verschiedenen Gastgebern von ebenso verschiedenen Köchen ein breites kulinarisches Angebot präsentiert. Am Mittwoch hatten die Gäste auf der Alm hinterm Brunn die Gelegenheit sich die Leckereien der Küchencrew schmecken zu lassen. Alle waren von den Kreationen begeistert!
            Am Freitag startete dann die „Alpenperle“ zu einer kulinarischen Seerundfahrt und am Samstag wurden die Gäste in einigen Küchen der Techendorfer Bauern bewirtet. Zu Gast waren sie beim Lackner Franz, beim Glautschhof wie auch beim Reiterhof Nemast und der Familie Lipeter vom Hotel „Bergheimat“. Dort wurde den Gästen vom Michael ein herrliches Wildgulasch angeboten. Für den bequemen Transport von einer Kuchel zur nächsten sorgte mit seiner Pferdekutsche der Helmut „Heli“ Winkler vom Pfeifferhof in Oberdorf.
            Den Abschluß bildete am Sonntag bei herrlichem Wetter dann ein Markt mit regionalen Weissenseeer Spezialitäten in „Mödns Bad“ in Techendorf. Leider fand er ein abruptes Ende da gegen 15:00 ein heftiges Gewitter aus dem Drautal kommend aufzog.

            Wir wünschen allen eine schöne Woche!

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              25. Mai

              Vor der ersten Mahd
              In der zurückliegenden Woche verging kein Tag an dem es nicht ein mehr oder minder kräftigen Regenschauer gegeben hätte. Dieser tägliche Niederschlag verhindert das die Weissenseer Bauern mit der ersten Mahd zur Heueernte beginnen können. So kann man die wunderbar bunten und vielfältigen Blumenwiesen am See etwas länger bewundern und geneißen. Sobald sich aber eine stabile Schönwetterlage ankündigt werden die Bauern mit ihren Mähmaschinen ausrücken und der Blumenpracht den Garaus machen. Diese Tage vor der ersten Mahd sind in jedem Jahr die Buntesten auf den Wiesen am See.
              Der Seebesucher wird bereits bei der Anreise auf die bunten Wiesen eingestimmt. Wer von Greifenburg kommend den Berg hinauf fährt passiert ein in voller Blüte stehendes Mohnfeld. Eine Farborgie in sattem Rot! Aus den Mohmsamen wird später ein hochwertiges weisses Bio-Speiseöl gewonnen.

              Auf den Wiesen am See überrascht die Vielfalt der auf den Wiesen wachsenden Kräuter und Blumen. Diese aromatische Vielfalt des Viehfutters ist die Basis für hohe Qualität und den besonderen Geschmack der heimischen Milchprodukte. Die Weissenseeer Kühe sind die Gourmets unter den Milchkühen!

              Wir sollten uns also am Wochenende nicht über ein paar Regentropfen ärgern denn sie sorgen dafür das die Mähmaschinen noch nicht zum Einsatz kommen und wir diese bunte Blumenpracht auf unseren Spaziergängen oder Wanderungen noch ein wenig länger bewundern können!

              Wir wünschen allen ein schönes buntes Wochenende!

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                22. Mai

                Kirchtag am Weissensee

                An den Pfingst-Feiertagen wird seit jeher am Weissensee der Kirchtag gefeiert, so natürlich auch in diesem Jahr. Am Samstag wird von den „Zechburschen“ der Baum aufgestellt. Die Zechburschen „bewachen“ den Baum dann die ganze Nacht am wärmenden Lagerfeuer und bei wärmenden Getränken. Am Pfingstsonntag, dem Kirchtag, beginnt der Tag am See recht früh. So manchem der Zechburschen sind zu dieser frühen Stunde die „Strapazen“ der Nacht anzumerken. Bereits in aller Frühe startet die Trachtenkapelle dann in Oberdorf zum „Weckruf“ der Gemeinde, damit nur ja niemand den Kirchtag versäumt. Von Oberdorf führt ihr Marsch bis nach Neusach. Unterbrochen wird ihr Zug durch die Gemeinde immer wieder von Labestationen an denen sich die Musiker „stärken“ können. Den Vormittag beschließt dann ein Gottesdienst. Am Kirchtag bieten im Bereich des Weissenseehauses zahlreiche Händler ihre Waren an. Da gibt es dann Leckereien und Spielzeug für die Kinder oder aber Socken, Strohhüte, Trachten und Dirndl für die Erwachsenen und auch sonst noch allerlei nützliches oder weniger nützliches. Am Abend dann versammelte sich fast die ganze Gemeinde im Festzelt um zu feiern. Auch die „Zechburschen“ vom anderen Ufer des Sees, aus Stockenboi, hatten sich auf den Weg gemacht um gemeinsam mit den Weissenseeern zu feiern. Als am Montagmorgen der Tag begann war auf dem Festgelände immer noch Musik zu hören. Musikalisch endete der diesjäherige Kirchtag auch, es gab wie schon seit vielen Jahren, einen „Jazz unterm Birnbaum-Frühschoppen“ beim Gralhof in Neusach zu dem sich hunderte Besucher einfanden um den Kirchtag in Untergassers-Tenn fröhlich ausklingen zu lassen. Da man mit unbeständigem Wetter gerechnet hatte fand die Veranstaltung diesmal überdacht ohne Birnbaum statt. Aber die Vorsicht war nicht nötig denn kein Regentropfen trübte die Stimmung. Es ist halt kein Verlass mehr auf das Wetter!

                Wir hoffen das alle den Kirchtag genossen haben und wünschen eine schöne Woche!

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