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13. Juli

Grenzgänger

Der vergangene Samstag versprach bei Sonnenaufgang ein schöner sommerlicher Tag zu werden. Für uns Grund genug einmal einen Ausflug in eines der nahe liegenden Täler zu unternehmen. Als Ziel wählten wir die Rattendorfer Alm im Gailtal aus. Vom Festplatz für das Rattendorfer Waldfest ging es mit dem Mountainbike zahllose Kehren hinauf bis zur Alm in ca. 1550m Höhe. Ganz unerwartet fanden wir dann auf der Alm eine Hochzeitsgesellschaft vor. Anderswo wird das Brautpaar mit einer Kutsche oder einen großen Limousine zur Trauung gefahren, hier wurde das Brautpaar und die ganze Hochzeitgesellschaft auf Viehanhängern von Traktoren über schmale, steile und grobe Wege hinauf zur Soldatenkapelle gefahren. Hier oben in einer traumhaften Kulisse unter den Gipfeln von Trogkofel und Hochwipfel fand die Trauung statt. Die Limousine und Kutsche vermisste hier oben wohl keiner der Gäste.

Wir ließen hier unsere Räder zurück um weiter zum Grenzkamm aufzusteigen. Während um die steilen Berggipfel die Wolken zogen, stiegen wir durch üppig blühende Berghänge hinauf zum Grenzkamm. Auf der anderen Seite des Tales war von Blumen nichts zu sehen, stattdessen gab es dort noch Schneefelder. Hier oben auf dem Grenzkamm verläuft der „Karnische Höhenweg“ und man wechselt alle paar Meter von Österreich nach Italien hinüber und gleich darauf wieder zurück nach Österreich. Aber hier oben finden sich auch zahlreiche Relikte einer weniger friedlichen Zeit, zahlreiche Unterstände, Bunker und Schützengräben künden von einer Zeit in der hier oben tausende Menschen in einem letztlich wirklich sinnlosen Krieg den Tod fanden. Man mag sich das Elend das hier während des 1. Weltkrieges herrschte gar nicht vorstellen, unter welchen Bedingungen die Soldaten im Winter auf beiden Seiten der Front hier gelebt haben und gestorben sind. Hoffen wir auf die Vernunft der Menschen damit uns und allen anderen derartiges zukünftig erspart bleibt.

Auf der Alm gibt es übrigens den berühmten Gailtaler Almkäse, eine Jause schmeckt nach der Rückkehr vom Grenzkamm ganz besonders gut!

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    10. Juli

    Nach dem Gewitter

    Ein typischer Sommertag in den Bergen beginnt fast immer mit Sonnenschein und endet am späten Nachmittag mit einem kleinen, oder größeren, Gewitter.
    In den Genuss des Sonnenaufgangs kommen in diesen Tagen leider nur Frühaufsteher. Zu ihnen gehört der Weissenseefischer Martin Müller der bereits vor Sonnaufgang auf dem See unterwegs ist um seine Netze zu kontrollieren. Aber auch so manch anderer Petrijünger versucht im Licht der aufgehenden Sonne bereits sein Glück und hofft auf den großen Fang, oder aber er genießt ganz einfach die wunderbare ruhige Stimmung. Wir wünschen „Petri Heil“
    Nach einem einem schönen Sommertag aber verdunkelt sich am späten Nachmittag dann oftmals, meist im Westen, der Himmel und ein Gewitter zieht heran. Nach Blitz und Donner und etwas Regen stellt sich dann zum Ende des Tages bei einem feurig glühenden Sonnenuntergang über dem See wieder eine ganz besondere Stimmung ein die aber häufig nur wenige Minuten andauert bis die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist. Diese wenigen Minuten gilt es zu genießen.
    Eine Premiere gibt es zu vermelden, in dieser Woche gab es zum ersten Mal ein Floßkonzert in der Abenddämmerung. Von Neusach führte die Floßfahrt der Trachtenkapelle zur Seebrücke in Techendorf. Begleitet wurde das Floß bei seiner Fahrt entlang des Neusacher Ufers dabei von zahlreichen Booten.

    Wir wünschen weiterhin schöne Sommertage!

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      07. Juli

      Nur ein kurzes Stück Weg…

      … trennen die Jadersdorfer Alm und die Kohlröselhütte. Nur etwa 10 bis 15min. Fußweg mit einem kleinen Anstieg trennen die beiden Hütten. Wer diesen Weg und den kleinen Anstieg geschafft hat der kann auf der Terrasse der Kohlröselhütte den wirklich einmaligen Blick in das fast 1000m unter ihm liegende Gitschtal und auf den Reißkofel genießen.

      Diesen Ausblick kann die Jadersdorfer Alm nicht bieten, stattdessen wird dem Besucher dort das teilweise noch ursprüngliche Almleben geboten. Hier bestimmen die Tiere den Tagesrythmus. Der Tag für den Almhalter beginnt früh, bereits kurz nach Sonnenaufgang ist er auf der Alm unterwegs. Da die Almwiesen bis hinauf zum Großboden reichen ist er am morgen mit seinem Quad unterwegs um nach den ihm anvertrauten Tieren zu schauen. Daheim auf der Alm warten im Stall bereits seine Ziegen auf seine Rückkehr um gemolken zu werden. Nach dem Melken der Ziegen geht die Arbeit weiter, an ein gemütliches und idyllisches Almfrühstück ist für ihn noch nicht zu dencken, denn die frische Milch wird sofort weiter verarbeitet. Das Ergebnis seiner allmorgendlichen Arbeit ist ein frischer leckerer Ziegenkäse, gut gewürzt ein wirklicher Genuss. Erst wenn der Käse fertig ist kann der Almhalter sein Frühstück genießen, das tut er etwa zur gleichen Zeit wie die zahlreichen Gäste unten am Weissensee nur mit dem Unterschied das dann bereits einige Stunden Arbeit hinter ihm liegen. Nach dem Frühstück geht es dann für ihn weiter mit dem Bewirten der Wanderer und Biker die auf der Alm herzlich willkommen sind. Wie man sieht ist das Almleben kein Kuraufenthalt in der Sommerfrische sondern harte Arbeit.

      Wir wünschen allen viel Spaß beim Besuch der Hütten!

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        03. Juli

        Weissensee Triathlon

        Am Samstag fand der „Naturpark-Cross-Triathlon“ statt. Pünktlich um 14:14 stürzten sich beim Strandbad in Techendorf 180 Teilnehmer in die Fluten des Sees um die 600m lange Schwimmstrecke zu bewältigen. Anschließend waren mit dem Mountainbike 15km zu absolvieren. Die Strecke führte von den Wechselzone in Techendorf in Richtung Naggl und von dort hinauf auf die Naggler Alm und dann über Trail und Piste wieder zurück nach Techendorf um von dort eine 9,5km lange Laufstrecke hinauf zur „Franz-Josef-Höhe“in Angriff zu nehmen. Bei sommerlichen Temperaturen wurde beim Radeln und Laufen so mancher Tropfen Schweiss von den Teilnehmern vergossen.

        Als erster ging nach 01:39>:39 Daniel Hölzl durchs Ziel, bei den Damen war Elke Innerebner mit einer Zeit von 01:49:54 die Schnellste.

        Wir gratulieren den Gewinnern und allen anderen Teilnehmern die sich dieser Herausforderung gestellt haben!

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          28. Juni

          Almbesuche

          Sommerurlaub – Ja, der Sommer braucht auch einmal etwas Urlaub! So hat er sich in dieser Woche einen kleinen Kurzurlaub gegönnt und uns mit Wind und Höchsttemperaturen von 16-18°C am See zurück gelassen. In der kommenden Woche ist der Sommer aber aus dem Urlaub zurück und verwöhnt uns dann mit Temperaturen weit jenseits der 20°C.

          Wir waren trotzdem unterwegs und haben einige Almen besucht. Unser erster Besuch galt der, hoch über dem Drautal liegenden, Gajacher Alm. Empfangen wurden wir vom Kolbitsch Adolf (Tschabitscher) und der Almhalterin Erika die in diesem Sommer die müden Wanderer und Biker verwöhnt die den Weg hinauf auf die Alm gefunden haben. Wer gar zu erschöpft ist kann dort oben auch übernachten und am nächsten Morgen nach einem zünftigen Almfrühstück gestärkt seinen Weg fortsetzen.

          Unsere nächste Station war die Waisacher Alm. Dort zogen am Nachmittag unseres Besuches, vom Reißkofel kommend, dunkle Wolken auf. Aber es blieb zum Glück trocken! Wer zur Compton Hütte oder gar auf den Reißkofel will für den ist die Waisacher Alm, auf etwa halbem Wege liegend, eine ideale Raststaion um sich dort noch einmal für den weiteren Weg zu stärken.

          Für unseren nächsten Almbesuch konnten wir den ersten Teil des Weges bis zur Naggler Alm mit der Bergbahn zurücklegen. Von der Naggler Alm aus ist die Jadersdorfer Alm dann recht bequem über einen Forstweg oder über den Gaisrückensteig in weniger als 2 Stunden zu erreichen. Auf der Jadersdorfer Alm verbringt neben dem Vieh auch eine Ziegenherde den Sommer. Diese Ziegenherde liefert dort täglich die Milch für einen absolut leckeren ganz frischen Ziegenkäse. An diesem Tag war das Wetter übrigens wirklich etwas sommerlich.

          Wer noch genügend Kraft und Motivation hat (wir hatten) der kann von der Jadersdorfer Alm in ca. 10-15 min. die Kohlröselhütte erreichen. Der Weg lohnt sich, denn von der Terrasse der Hütte bietet sich dem Besucher ein einmaliger Blick ins Gitschtal und auf den Reißkofel. Zum herrlichen Blick einen ebenso herrlichen Kaiserschmarren, schöner geht`s nicht.

          „Live beim (Alm)Wirt“! Bei unserem Besuch der Bodenalm am Freitag gab es Musik! Walter, der Almwirt der Bodenalm, und die Trachtenkapelle hatten zu „Live beim Wirt“ eingeladen. Wohl dem der an diesem späten Nachmittag eine warme Jacke dabei hatte. Es war also nicht verwunderlich das sich die Musik und die Gäste bald in die warme Stube zurück zogen und dort bis spät in die Nacht feierten. Der Käse den der Walter dort oben herstellt schmeckt übrigens super.

          Jede der von uns besuchten Almen ist einen Besuch wert, wir wünschen viel Spaß dabei!

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            23. Juni

            Am Morgen und am Abend…

            … sorgt die tief stehende Sonne für eine ganz besondere Stimmung am See. In diesen Tagen muss man allerdings recht früh aufstehen um in den Genuss der morgendlichen Stimmung zu kommen. Aber es lohnt sich! Am See ist es zu dieser Stunde noch sehr ruhig, nur ganz vereinzelt hört man leise in der Ferne das Geräusch eines Autos, sonst aber hört man nur das Zwitschern der Vögel die den neuen Tag begrüssen. Im Gebüsch am Seeufer beim Paterzipf hat eine Rohrdommel wohl die Nacht verbracht und beobachtet uns jetzt misstrauisch. Die Füsse dieses Vogels lassen uns unweigerlich an die Hände so mancher ausserirdischer Kreatur in SciFi-Filmen denken. Da haben sich die Filmemacher ihre Inspirationen wohl in der Natur geholt.
            Wenn die Sonne ihre ersten Strahlen ins Tal schickt stellt sich eine besondere Stimmung ein. Der morgendliche Dunstschleier über dem Seeufer und am Paterzipf sorgen dann bereits in diesen Tagen für eine fast hochsommerliche Atmosphäre.
            Am Abend kurz vor Sonnenuntergang, wenn die Schatten immer länger werden, sorgt die Sonne mit ihrem Licht immer wieder für eine traumhaften Tagesausklang. Man muss sich nur die Zeit nehmen dieses „alltägliche“ Schauspiel der Natur in Ruhe zu geniessen.

            Wir wünschen weiterhin schöne Tage am See!

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              19. Juni

              Seerunde

              Am 10. August des vergangenen Jahres tobte über dem Weissensee für ca. 10min. ein Gewittersturm und zog eine Schneise der Verwüstung über den See. Die Aufarbeitung dieser Sturmschäden dauert bis zum heutigen Tage an und wird wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Dort wo die Waldarbeiten stattfinden kommt es immer wieder zu Wegsperrungen. So ist z. Zt. der Weg am Hochtratten von einer Seilbahn zur Holzbringung kpl. blockiert und unpassierbar für Wanderer und Mountainbiker. Auch auf dem Sonnseitnenweg arbeitet eine Seilbahn um Schadholz zu bergen. Auch dieser Weg ist also für Wanderer und Mountainbiker gesperrt. Damit steht also diese Verbindung zum Ostufer nicht zur Verfügung und die beliebte Seerunde für Mountainbiker scheint nicht möglich. Wir haben nach einer Alternative gesucht.

              Von der Seebrücke in Techendorf sind wir in Richtung Naggl gestartet. Unser erstes Etappenziel war die Bodenalm, nach einem kurzen aber knackigen Anstieg wurden wir dort von Michaela, der Almwirtin, begrüsst. Von hier aus führte unser Weg, stetig leicht bergab, vorbei an der Fischeralm zur Strasse in Stockenboi. Weiter bergab rollten wir auf der Strasse bis zum Gasthof Weissenbacher, dort hiess es „links abbiegen“ um dem Weg entlang des Weissenbaches zu folgen. Kurz nach dem Kraftwerk des Mösslacherhofes überquerten wir die Strasse um dem markierten Weg bis zum Silbergraben zu folgen. Kurz nach dem überqueren der Strasse passiert man ein Gatter, nur wenige Meter hinter dem Gatter findet sich ein großer Quelltopf. Dort sprudelt kräftig kristallklares kühles Wasser aus der Erde, ein idealer Rastplatz um sich zu erfrischen.

              Vom Silbergraben aus ging es zunächst hinauf auf dem Weg in Richtung Techendorfer Alm. Es hieß jetzt nach einer langen bergab Passage wieder kräftiger in die Pedale zu treten. In der dritten Kehre der Auffahrt bogen wir ab in Richtung „Alm hinterm Brunn“. Durch einen grossen Graben führte der Weg stetig bergauf und bergab in Richtung Westen. Im weiteren Verlauf ist der Weg dann von einer Seilbahn blockiert. Bevor wir aber die Seilbahn erreichten bogen wir bei einem Verbotsschild ab, auf einen für Radler verbotenen Weg. Wir folgten dem Weg bergab in Richtung „Ronacherfels“. Kurz vor Erreichen des Seeufers endete Weg und wir folgten einem nicht fahrbaren steilen Pfad hinunter zum Ufer. Hier hiess es für 10-15 min. „schieben“. Am Seeufer ging es dann bequem zurück zu unserem Ausgangspunkt in Techendorf.

              Eine improvisierte „Seerunde“ ist also möglich, allerdings nur als „Einbahn“ von Techendorf in Richtung Naggl, in der entgegengesetzten Richtung würde man bereits kurz nach dem Anstieg zur „Alm hinterm Brunn“ auf die den Weg versperrende Seilbahn treffen.

              Wir wünschen viel Spaß auf der „Seerunde“!

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                15. Juni

                Wenn der Nebel sich lichtet
                In den vergangenen Tagen lag am frühen Morgen oftmals dichter Nebel über dem See der immer eine ganz besondere Atmosphäre schafft. Es bedurfte dann immer erst einmal einiger Sonnenstrahlen um Lücken in die Nebeldecke zu reissen. Aber dann löste sich der Nebel doch recht schnell auf und bei angenehmen Temperaturen lag ein zumeist sonniger Tag am See vor uns. Genau die richtigen Tage also um gleich am frühen Morgen, wenn das Tal noch unter einer Nebeldecke verborgen liegt, eine Mountainbiketour in die bereits sonnigen Höhen der Jadersdorfer Alm zu unternehmen. Am Nachmittag dann, wenn vom Nebel nichts mehr zu sehen ist, steht dann See-Genuss auf dem Programm, sei es aktiv beim Stand-Up Paddeln einer Tour mit dem Ruderboot oder sei in einer der zahlreichen Blumenwiesen am See liegend ganz einfach den Haubentauchern bei ihrem Treiben zuzuschauen und dabei die Seele baumeln zu lassen.

                Wir wünschen allen ein schönes Wochenende !

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                  11. Juni

                  Almauftrieb – Teil 2

                  Am frühen Samstagmorgen zogen noch die letzten Nebelschwaden aus dem Silbergraben kommend über die Alm als die Weissenseer Bauern mit ihren Pferden von der Alm hinterm Brunn kommend auf der Stosia eintrafen. Ein langer und teilweiser steiler Weg lag hinter ihnen und ihren Tieren. Der Schweiß floss in Strömen, bei Mensch und Tier. Zum Abschluß ihres Marsches lag jetzt noch der Abstieg hinunter zur Almhütte der Techendorfer Alm vor ihnen. Bei ihrer Ankunft wurden sie von August, dem Almhalter, begrüßt. Er wird während des Almsommers über das Wohl der ihm anvertrauten Tiere wachen. Er wird jeden Tag nach den Tieren schauen. Da die Tiere auf dem weitläufigen Almgelände verstreut weiden heißt es für ihn jeden Tag von der Almhütte in 1570m Höhe aufsteigen bis in eine Höhe von fast 2000m um nach den Tieren zu schauen, da ist er einige Stunden unterwegs. Dann ist er natürlich zusammen mit seiner Schwester auch noch für die Betreung der Wanderer und Mountainbiker zuständig die den Weg hinauf zur Alm gefunden haben und dort mit Getränken und einer Jause oder einem leckeren Kaiserschmarren bestens versorgt werden. Einen geruhsamen Tag hat der August als Almhalter auf der Techendorfer Alm also nicht. Also wirklich kein Leben für meditierende Aussteiger! Diese Besetzung gab es dort auch schon einmal, aber sie haben nach einem Almsommer das Handtuch geworfen.
                  Bei der Ankunft auf der Alm wunderte man sich dass das Vieh noch nicht auf der Alm eingetroffen war. Ein Telefonat schaffte Klarheit! Für das Vieh ist Weg von Techendorf bis zur Alm hinauf viel zu anstrengend, das Vieh kommt also in den Genuss einer Taxifahrt. Mit Traktoren wird es auf Anhängern ganz bequem auf die Alm gefahren. Aber diesmal gab es ein Problem! Auf dem Weg hinauf vom Ostufer zur Alm staute sich der Verkehr. Der Grund: Der Reifen des Viehanhängers vom Kreuzwirt war dem teilweise sehr groben Weg zum Opfer gefallen und hatte seine Luft verloren. Ein Reifenwechsel war nötig. Der aber erwies sich als nicht gar so einfach. Er gelang erst nach vielen Versuchen. Dabei zeigte sich das die Erfahrung der „Alten“ der Lösung eines Problems manchmal im Wege stehen kann. Erst als die „Alten“ entnervt aufgaben und die jungen Leut anpackten war der neue Reifen blitzschnell montiert und die Fahrt konnte fortgesetzt werden. Damit konnte dann endlich auch für die Vieh-Taxigäste der Almsommer beginnen.

                  Wir wünschen dem August, seiner Schwester und ihren hoffentlich zahlreichen Gästen und natürlich auch dem Vieh und den Pferden einen schönen Sommer auf der Techendorfer Alm!

                  Wir werden sie sicher demnächst einmal besuchen!

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                    10. Juni

                    Almauftrieb – Teil 1

                    In den ersten Juniwochen erfolgt am Weissensee der Almauftrieb. Dann beginnt für Kühe, das Jungvieh und die Pferde für ca. 3 Monate der Almsommer, für sie wohl die schönste Zeit des Jahres. Die Naggler Alm, die Alm hinterm Brunn und die Techendorfer Alm sind bewirtschaftet, wer die Mößlacher Alm oder die Neusacher Alm besucht muss seine Jause selbst mitbringen. Am Freitag und Samstag erfolgte der Almauftrieb auf die höchstgelegene bewirtschaftete Alm am See, die Techendorfer Alm.

                    Am Freitag gehörte die Seebrücke für kurze Zeit den Pferden der Techendorfer Bauern, denn von hier starteten sie zum diesjährigen Almauftrieb. Der Auftrieb für die Pferde erfogte in 2 Etappen. Am Freitag ging es zunächst recht schweißtreibend für Mensch und Tier hinauf zur Alm hinterm Brunn. Nach einer nächtlichen Ruhepause erfolgte dann am Samstagmorgen der Aufstieg zu Techendorfer Alm. Der Weg führte durch den Grundgraben hinauf zu Zihagas und Peloschen und von dort weiter zur Stosia. Es war am frühen Samstagmorgen nicht sehr sondern eigentlich eher etwas kühl, aber Schweiß floss bei Mensch und Tier in Strömen. Als endlich die Stosia erreicht war nutzten die Pferde jede Gelegenheit um sich abzukühlen. Ihre Begleiter hingegen verzichteten auf das Schlammbad. Vor den Tieren lag jetzt ihr „Sommerparadies“. Unter den Gipfeln von Almspitz, Latschur erstreckt sich die Techendorfer Alm von ca. 1500m Höhe bis hinauf auf etwa 2000m Höhe. Die Pferde bevorzugen während des Sommers die höheren Lagen der Alm auf der Stosia. Bevor sie allerdings ihre Freiheit genießen können lag für sie noch der Abstieg hinunter zur Almhütte vor ihnen.
                    Dazu mehr in Teil-2

                    Wir wünschen den Tieren einen guten Almsommer auf das alle im Herbst gesund zum See zurückkehren!

                    Katastrophe: Sorry! Jetzt haben wir in unserer Aufzählung der Almen doch glatt die Bodenalm, die Fischeralm, die Jadersdorfer Alm und die Gajacher und Waisacher Alm sowie auch die Kohlröselhütte vergessen und alle sind bewirtschaftet. So viele Almen, kein Wunder das man da den Überblick verliert.

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