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22. Mai

Kirchtag am Weissensee

An den Pfingst-Feiertagen wird seit jeher am Weissensee der Kirchtag gefeiert, so natürlich auch in diesem Jahr. Am Samstag wird von den „Zechburschen“ der Baum aufgestellt. Die Zechburschen „bewachen“ den Baum dann die ganze Nacht am wärmenden Lagerfeuer und bei wärmenden Getränken. Am Pfingstsonntag, dem Kirchtag, beginnt der Tag am See recht früh. So manchem der Zechburschen sind zu dieser frühen Stunde die „Strapazen“ der Nacht anzumerken. Bereits in aller Frühe startet die Trachtenkapelle dann in Oberdorf zum „Weckruf“ der Gemeinde, damit nur ja niemand den Kirchtag versäumt. Von Oberdorf führt ihr Marsch bis nach Neusach. Unterbrochen wird ihr Zug durch die Gemeinde immer wieder von Labestationen an denen sich die Musiker „stärken“ können. Den Vormittag beschließt dann ein Gottesdienst. Am Kirchtag bieten im Bereich des Weissenseehauses zahlreiche Händler ihre Waren an. Da gibt es dann Leckereien und Spielzeug für die Kinder oder aber Socken, Strohhüte, Trachten und Dirndl für die Erwachsenen und auch sonst noch allerlei nützliches oder weniger nützliches. Am Abend dann versammelte sich fast die ganze Gemeinde im Festzelt um zu feiern. Auch die „Zechburschen“ vom anderen Ufer des Sees, aus Stockenboi, hatten sich auf den Weg gemacht um gemeinsam mit den Weissenseeern zu feiern. Als am Montagmorgen der Tag begann war auf dem Festgelände immer noch Musik zu hören. Musikalisch endete der diesjäherige Kirchtag auch, es gab wie schon seit vielen Jahren, einen „Jazz unterm Birnbaum-Frühschoppen“ beim Gralhof in Neusach zu dem sich hunderte Besucher einfanden um den Kirchtag in Untergassers-Tenn fröhlich ausklingen zu lassen. Da man mit unbeständigem Wetter gerechnet hatte fand die Veranstaltung diesmal überdacht ohne Birnbaum statt. Aber die Vorsicht war nicht nötig denn kein Regentropfen trübte die Stimmung. Es ist halt kein Verlass mehr auf das Wetter!

Wir hoffen das alle den Kirchtag genossen haben und wünschen eine schöne Woche!

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    06. Mai

    Grün
    Durch mischen der Farben Cyan und Gelb entsteht die Farbe „Grün“. In der Natur werden nicht Farben gemischt um „Grün“ zu erzeugen, hier ist das Chlorophyll für die Bildung der grünen Farbe verantwortlich. Wer in diesen Tagen einen Spaziergang am See unternimmt wird feststellen das die Natur im Moment wohl über Chlorophyll im Überfluss verfügt, denn es dominiert die Farbe „Grün“. In allen nur erdenklichen Nuancen kommt sie jetzt vor, bereichert von den vielen bunten Farbksprenkeln der Blüten und Blumen. Nach dem langen Winter kann man sich kaum sattsehen auf den Wiesen und in den Wäldern rund um den See. Die Blüte der Fichten sorgt jetzt mit dem ihrem Pollenflug für teilweise dichte Wolken über den Wäldern. Wer den Winter sucht muss inzwischen hoch hinauf, z. Bsp. auf der Schattseite des Reißkofel, dort oben sieht es noch ein wenig winterlich aus. Am See aber herrscht bunter Frühling, egal wohin man schaut und gleich ob bei Sonne, Wolken oder Gewitterregen.

    Wir wünschen eine schöne Frühlingswoche!

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      30. April

      Grafenweger Streu-Obstwiese

      Einige wenige frühsommerlich warme Tage haben gereicht um die Natur endgültig aus dem Winterschlaf zu aufzuwecken. Überall blüht und grünt es es jetzt. Ganz besonders auffällig ist dies bei den Obstbäumen zu beobachten, sie entfalten in diesen Tagen für kurze Zeit ihre ganze Blütenpracht. Leider sind die früher häufig anzutreffenden Streuobstwiesen selten geworden. Eine der letzten findet sich beim Grafenweger. Wer von Greifenburg kommend zum See herauf fährt passiert die Abfahrt zum Grafenweger in der letzten Kehre vor erreichen des Kreuzwirtes. Der Grafenweger Hof ist einer der letzten vom Tourismus völlig unabhängigen Höfe in der Gegend. Keine Zimmervermietung, keine Restauration oder Jausenstation und auch keine Almwirtschaft. Der Hof lebt von der Forst-und Holzwirtschaft und von der Milch von ca. einem dutzend Kühen im Stall. Dort, direkt unterhalb des Hofes, findet sich eine der letzten Obstwiesen in unserer Gegend die in diesen Tagen in voller Blüte steht. Während unseres Besuches am frühen Morgen wurden wir genau und mißtrauisch von einem Feuersalamander im Gras beobachtet. Besonders beeindruckend ist es das feuerige Farbenspiel zwischen den blühenden Bäumen zu beobachten wenn im Westen am Abend langsam die Sonne untergeht.

      Ein weiteres sicheres Indiz für das Ende des Winters und den Beginn des Frühlings ist das alljährliche Frühjahrskonzert der Trachtenkapelle Weissensee. Am Samstag war kein freier Platz im Weissenseehaus mehr zu finden als die Trachtenkapelle aufspielte. Es war wie eigentlich in jedem Jahr wieder einmal ein tolles Konzert, das Publikum jedenfalls war begeistert.

      Wir wünschen eine schöne Frühlingswoche und den Fischern viel Erfolg beim Anfischen am 1. Mai!

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        25. April

        Sommertage im April

        Der April ist ja bekannt für seine Wetterkapriolen, da ist ja fast alles möglich, von eisigen Temperaturen und Schneefall, Sturm und Regen und manchmal auch Sonnenschein. In diesem Jahr hat uns der April aber wirklich einmal eine positive Überraschung bereitet, denn es herrscht bereits Sommer! Am Samstag haben wir bei hochsommerlichen Verhältnissen eine Tour zur Techendorfer Alm unternommen. Da hieß es dann schon „kräftig schwitzen“. Im Drautal herrschten am Nachmittag sommerliche 29°C und selbst auf der Alm in 1580m Höhe zeigte das Thermometer an der schattigen Hüttenwand 19-20°C an.

        Vom Seeufer ging es für uns auf der Forststrasse teilweise kräftig bergauf. Nach dem Winter ist der Weg in keinem guten Zustand, grobe Steine und kleinere Hindernisse gibt es reichlich. Schnee fand sich nur noch ganz wenigen schattigen Passagen. Erst kurz vor erreichen der Alm gab es dann doch noch einmal reichlich Schnee, eine Lawine verhinderte unsere Weiterfahrt. Vor dem Almauftrieb im Juni wird man diesen Lawinenkegel wohl mit schwerem Gerät räumen müssen. Wir ließen die Bikes zurück und legten den Rest des Weges zu Fuß zurück.

        Beim Blick über die Alm zeigte sich das oberhalb der Alm, auf der Stosia“ doch noch eine geschlossene Schneedecke lag. Wenn das sommerliche Wetter aber weiterhin anhält wird auch dieser Schnee bald verschwunden sein und der Weg ist frei für eine Wanderung hinauf zum Latschur!

        Wir wünschen weiterhin schöne Frühlingstage!

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          20. April

          Kontraste

          Wer in dieser ersten wirklichen Frühlingswoche den Tröbelsberg hinauf fuhr der konnte zwischen den Baumwipfeln den blauen Himmel leuchten sehen und am Waldboden leuchteten die zahllosen bunten Leberblümchen.

          Am Waldrand auf dem Tröbelsberg brummte und summte es bereits kräftig, die Bienen waren schon an der Arbeit und sammelten fleißig Pollen und Nektar. Die Bienen haben lange auf diese Tage gewartet, das kann man von den vielen Allergiekern wohl eher nicht behaupten, für sie sind diese blütenreichen Tage eine große Belastung.

          Etwas oberhalb des Tröbelsberges, beim Tschabitscher strahlt die Sonne vom blauen über die bereits satt grünen Wiesen.

          Am See und beim Blick von den Grafenweger Wänden ist vom Winter nichts mehr zu sehen, nur noch auf den hohen Gipfeln am Horizont ist ein wenig Schnee zu entdecken.

          Auch auf der Naggler Alm gibt es Schnee auch nur in einigen schattigen Mulden der ehemaligen Schipiste. Die Almwirte sind bereits damit beschäftigt sich auf die kommende Sommersaison vorzubereiten. Zeitgleich mit der Bergbahn werden sie am 10. Mai in die Saison starten und die Alm für ihre Gäste öffnen. Auf den Wiesen rund um die Alm leuchten jetzt abertausende bunte Krokusse mit den weissen Gipfeln in der Ferne um die Wette.

          Ganz anders sah es dagegen in dieser Woche bei unserem Besuch auf der Bodenalm aus. Am Wegesrand türmte sich der Schnee auf der Schattseite des Tales noch meterhoch auf. Mehr Kontrast geht kaum, bis dort die Blümchen wachsen wird es noch ein wenig dauern.

          Wir wünschen viel Spaß bei einem Spaziergang durch die Blumenwiesen am See!

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            15. April

            Vieles geht noch nicht!

            Mit Beginn des Frühlings drängt es uns hinaus in die Natur, aber die Überreste des Winters schränken unsere Bewegungsmöglichkeiten doch noch ganz erheblich ein. So ist die gesamte Schattseite immer noch wegen des Schnees ein „no go Area“. Aber auch auf der Sonnseitn sind nicht alle Wege und Steige nutzbar. Da gibt es jetzt und wohl auch noch den Rest des Jahres, zahlreiche Wegsperrungen wegen Waldarbeiten, denn immer noch sind die umfangreichen Sturmschäden des letzten Jahres nicht aufgearbeitet. Aber es gibt auf den vielen schattigen Abschnitten der Wege auch auf der Sonnseitn noch Schnee.

            So mussten auch bei unserem erneuten Besuch der weissen Wand am Samstag die Räder zurückbleiben und wir durften die letzten Meter durch tiefen Schnee stapfen. Bei allerbestem Wetter wurden wir dafür aber mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Dort oben könnte man stundenlang sitzen und nur schauen! Sei es nach Südost und hinunter zum See oder nach Westen, dort wo die steilen mit Schnee bedeckten Südhänge der Berge in der Sonne „schwitzend“ glänzen. Schnee gibt es aber auch noch in den höheren Lagen auf der Sonnseitn, auch dort wo der Sturm im vergangenen Jahr auf ganzen Berghängen große Schäden verursacht hat. Bei der Abfahrt können wir dann immer wieder noch einmal einen Blick hinunter zum See werfen.

            Am Abend, bei einem kleinen Spaziergang, konnten wir in Praditz die Abendstimmung genießen. Auf den noch braunen Wiesen leuchteten die ersten bunten Farbtupfer, die Krokusse, im Licht der untergehenden Sonne.

            Wir wünschen allen eine schöne Woche!

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              09. April

              Schwindsucht

              Früher gab es den Begriff der „galoppierenden Schwindsucht“ für die Tuberkolose. Im Moment trifft dieser Begriff auf das Eis des Weissensees zu. Man kann dem Eis dabei zuschauen wie verschwindet.Von einem Tag auf den anderen sind große Flächen einfach verschwunden. So auch am vergangenen Wochenende.

              Am Samstag konnte man bei herrlichem Wetter einen tollen Blick von der weissen Wand über den See bis hin in die Karawanken genießen. Beim Blick hinunter zum See zeigte sich im Bereich der Seebrücke ein größere Eis freie Fläche.

              Am Sonntag, nur eine Tag später, führte unsere Tour zunächst hinauf zur Alm hinterm Brunn und dann weiter über den Sonnseitnweg Richtung Ostufer. Bereits auf dem Weg hinauf zur Alm zeigte sich das sich das Eis auf dem „großen Meer“ fast vollständig aufgelöst hatte. Zwischen den letzten treibenden Eisschollen war schon ein erster Fischer zu sehen der wohl auf der Suche nach einem guten Fangplatz war. Aber noch ist Schonzeit für die Fische!

              Auf der Alm sieht es allerdings doch noch etwas winterlich aus, aber auch dort wird der letzte Schnee in wenigen Tagen verschwunden sein.

              Vom Aussichtsplatz am Sonnseitnweg zeigt sich beim Blick über den See das es auf dem „kleinen Meer“ noch eine fast geschlossene, aber längst nicht mehr tragfähige, Eisdecke gibt.

              Auf dem Rückweg hinunter zum Ronacherfels konnten wir Eisreste nur noch in den kleinen Buchten am Paterzipf entdecken. Wenige Tage haben jetzt gereicht um den Winter hoffentlich endgültig zu beenden. Jetzt ist FrühlinG !!!

              Wir wünschen eine schöne Woche!

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